Frakturprävention mittels Zoledronat bei Frauen zwischen 50 und 60

vob cand.med. Anna Schreiber

Zoledronat ist ein hocheffektives Osteoporose-Medikament aus der Gruppe der Bisphosphonate und hemmt den Knochenabbau. Normalerweise wird es bei Osteoporose in einem Intervall von 12 Monaten intravenös verabreicht, allerdings bleiben die Effekte auf den Knochenabbau auch deutlich länger bestehen.
In Neuseeland wurde eine langjährige, randomisierte doppelblinde Studie durchgeführt, um herauszufinden, ob eine Zoledronat-Therapie mit längeren Dosierungsintervallen bei früh-postmenopausalen Frauen ebenfalls zu einer Reduktion von Wirbelsäulenfrakturen führen kann.

Dafür wurden 1054 Frauen mit einem durchschnittlichen Alter von 56 Jahren zu Beginn der Studie und T-Scores zwischen 0 und -2,5 (Lendenwirbelsäule, Femurhals und Hüfte) untersucht und per Zufallsprinzip in 3 Gruppen eingeteilt:
– die erste Gruppe erhielt einmal zu Beginn und ein zweites Mal nach 5 Jahren Zoledronat (Zoledronat – Zoledronat)
– die zweite Gruppe erhielt Zoledronat nur am Anfang und nach 5 Jahren ein Placebo (Zoledronat – Placebo)
– der dritten Gruppe wurde beide Male ein Placebo verabreicht (Placebo – Placebo)
In der Placebo-Placebo-Gruppe erlitten innerhalb des Beobachtungszeitraums 39 Frauen (11,1 %) eine neue morphometrische Wirbelkörperfraktur (definiert als >20%ige Abnahme der Wirbelhöhe). Im Gegensatz dazu waren es in der Zoledronat-Zoledronat-Gruppe mit nur 22 Frauen (6,3 %) beinahe halb so viele. Die Zoledronat-Placebo-Gruppe lieferte mit 23 Frauen (6,6 %) ähnliche Ergebnisse.

Zusammenfassend zeigte diese Studie, dass eine Prävention von Wirbelfrakturen bei früh-postmenopausalen Frauen mittels Zoledronat-Infusionen sogar mit einem außergewöhnlich langen Intervall von 5 oder 10 Jahren möglich ist.

Quellen:
Bolland et al. Fracture Prevention with Infrequent Zoledronate in Women 50 to 60 Years of Age. The New England Journal of Medicine 2025.
DOI: 10.1056/NEJMoa2407031

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